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das unpersönliche Leben

VI. DENKEN UND ERSCHAFFEN

  1. ICH habe gesagt, dass der Mensch nicht denkt; dass ICH es BIN, der in ihm denkt. Ich habe auch gesagt, dass der Mensch denkt, dass er denkt. Da dies wie ein offensichtlicher Widerspruch klingt, muss ICH dir zeigen, dass der normale Mensch nicht denkt, und mehr als alles andere glaubt, dass er denken würde. Denn ICH in ihm tue alles, was er tut; doch not-wendigerweise tue ICH es durch seinen Organismus, durch seine Persönlichkeit, seinen Körper, sein Gemüt und seine Seele. ICH will dir zeigen, wie das sein kann.

  2. Zuerst versuche dir vorzustellen, dass ICH dich nach Meinem Ebenbild und Gleichnis geschaffen habe und dass ICH Mein Sein in dir habe. Auch wenn du dies jetzt noch nicht erkennst und glaubst, dass ICH, Gott, irgendwo da draußen BIN und wir voneinander getrennt sind, versuche dir zunächst vorzustellen, dass ICH in dir BIN. Als nächstes stelle dir vor, dass du – wenn du glaubst zu denken – nicht wirklich denkst, weil es kein bewusstes Denken ist; denn du bist dir Meiner nicht bewusst, des Inspirators und Lenkers aller in dir auftauchender Ideen und Gedanken.

  3. Dann stelle dir weiter vor, weil ICH in dir BIN und du Mein Ebenbild und Gleichnis bist, und daher alle Meine Fähigkeiten besitzt, dass du die Macht des Denkens besitzt. Doch da du dir nicht bewusst bist, dass Denken Erschaffen bedeutet und dass du damit eine Meiner Göttlichen Kräfte gebrauchst, hast du tatsächlich dein ganzes Leben lang gedacht, doch handelte es sich um falsches Denken oder was du fehlerhaftes Denken nennen würdest.

  4. Und dieses Fehldenken, dieses Nichtwissen, dass es sich um Meine Kraft handelt, die du missbraucht hast, hat dich im Bewusstsein mehr und mehr von Mir getrennt; jedoch erfülltest du die ganze Zeit über Meine Absicht, wie dir später gezeigt werden wird.

  5. Der Beweis für diese Trennung von Mir ist, dass du in einer materiellen Welt lebst, dass deinfleischlicher Körper Freude und Schmerz erzeugt und dass ein böser Einfluss – genannt Teufel – sich in der Welt manifestiert und sich Meinem Willen entgegenstellt. Ja, du denkst dass sich alles so verhält. Ja, es ist so – für dich, denn alles stellt sich dem sterblichen Bewusstsein so dar, was es denkt oder glaubt.

  1. Und außerdem habe ICH veranlasst, dass die Dinge dem Menschen so erscheinen, wie er denkt, dass sie sind. Dies war eben so Meine Absicht, um das Gesetz der Schöpfung zu erfüllen. Lass uns schauen, ob das stimmt. Wenn du glaubst, dass etwas so ist, ist es dann fürdich nicht wirklich so? Ist es nicht so, dass etwas für dich wirklich erscheint, wie z.B. Sünde oder das so genannte Böse, Sorgen, Leid oder Ärger, nur weil dein Denken oder dein Glaube es so annimmt? Andere mögen das gleiche völlig anders sehen und finden deine Sichtweisedumm, oder?

  1. Falls das stimmt, sind dein Körper, deine Persönlichkeit, dein Charakter, deine Umgebung, deine Welt, das, als was sie für dich erscheinen, weil du sie dir so in den gegenwärtigen Zustand gedacht hast. Darum kannst du sie durch den gleichen Prozess verändern, falls sie dir nicht gefallen; du kannst sie durch dein Denken beliebig verändern. Nicht wahr?

  2. Aber du fragst, wie einem das richtige Denken, das bewusste Denken gelingt, um diese Veränderung zu bewerkstelligen? Wisse zuerst, dass ICH, dein wirkliches Selbst, deine Aufmerksamkeit vorsätzlich auf diese Dinge lenke, die dir unangenehm sind und dich veran-lassen, sie so zu sehen, wie sie dir jetzt erscheinen. Und ICH, nur ICH allein bereite so dein menschliches Gemüt zu, damit ICH dich, wenn du dich in bleibendem Glauben und Vertrauen nach innen zu Mir wendest, dich befähigen kann, die Wirklichkeit dieser Dinge, die dir nun so unbefriedigend erscheinen, zu erkennen und in die äußere Manifestation zu bringen.

  3. Denn ICH bringe alles zu dir, was durch seinen äußeren Anschein dein menschliches Gemüt in seinem irdischen Suchen anziehen oder anlocken kann, um dich die Illusion aller äußerer Erscheinungen der Materie zu lehren und die Fehlbarkeit des menschlichen Verstandes, so dass du schließlich dich nach innen zu Mir und Meiner Weisheit wenden wirst, als dem Einen und einzigen Interpret und Führer.

  4. Wenn du dich also nach innen zu Mir gewendet hast, will ICH deine Augen öffnen und dich sehen lassen, dass der einzige Weg, deine Denkweise wirklich zu verändern, ist, dass du zuerst deine Einstellung gegenüber all diesen Dingen änderst, von denen du jetzt denkst, sie seien nicht so, wie sie sein sollten.

  5. Das heißt: wenn sie für dich unbefriedigend oder widerwärtig sind und in deinem Körper Unbehagen oder Unruhe in deinem Gemüt hervorrufen, dann höre einfach auf zu denken, dass sie dich beeinflussen oder beunruhigen können. Denn, wer ist der Meister – dein Körper, dein Gemüt oder DU, das ICH BIN im Inneren? Warum zeigst du dann nicht durch das wahre Denken, welches das innere ICH BIN durch dich denken möchte, dass du der Meister bist?

  6. Nur durch dein falsches Denken und indem du diesen disharmonischen Gedanken Einlass gewährst, gibst du ihnen Macht, dich zu beeinflussen oder zu stören. Sobald du aufhörst, ihnen diese Macht zu geben und dich an Mich in deinem Inneren wendest und Mir erlaubst, dein Denken zu lenken, werden sie sofort aus deinem Bewusstsein verschwinden und sich in das Nichts auflösen, aus dem du sie durch dein Denken herholtest.

  7. Wenn du hierzu bereit bist, dann und nur dann bist du fähig, die Wahrheit zu empfangen und durch richtiges, bewusstes, von Mir gelenktes Denken die wahren und bleibenden Dinge zu erschaffen, wie ICH es in dir wünsche. Wenn du so das Wahre vom Falschen, das Wirkliche vom Schein unterscheiden kannst, wird dein bewusstes Denken ebenso machtvoll alles Gewünschte erschaffen, wie dein unbewusstes Denken in der Vergangenheit all das erschuf, was du zwar wünschtest, nun aber verabscheust. Denn durch dein unbewusstes Denken oder weil dir nicht bewusst war, wie deine Wünsche deine schöpferische Kraft beeinflussen, sind deine Welt und dein Leben jetzt so, wie du sie irgendwann in der Vergangenheit gewünscht hast.

  1. Hast du je dein Gemüt beobachtet und analysiert, wie es reagiert, wenn eine neue, an Möglichkeiten reiche Idee auftaucht? Hast du den Zusammenhang zwischen Wunsch und Idee beobachtet, und wie sich durch Gedankenkraft die Idee schließlich verwirklicht? Lass uns diesen Zusammenhang und den damit verbunden Prozess untersuchen.

  2. Zuerst ist da immer die Idee, ohne zu diesem Zeitpunkt die Notwendigkeit oder Gelegenheit der Erscheinung in Betracht zu ziehen; und es ist egal, woher die Idee kommt, von außen oder von innen. Denn jedesmal BIN ICH es, der sie in dem passenden Moment eingibt oder veranlasst, dass sie dein Bewusstsein erreicht. Dann, genau in dem Ausmaß, wie du still wirst und deine Aufmerksamkeit auf die Idee richtest, und alle Verstandesaktivitäten einstellst und alle sonstigen Gedanken und Ideen aus deinem Bewusstsein ausschaltest, so dass diese Idee sich voll entfalten kann, werde ICH dein Gemüt erleuchten und vor deinemgeistigen Auge die verschiedenen Phasen und Möglichkeiten dieser Idee entfalten.

  1. Bis zu diesem Zeitpunkt geschieht dies jedoch ganz ohne dein Wollen, sonder nur durch deine Aufmerksamkeit oder Konzentration auf diese Idee. Wenn ICH jedoch erst mal deinem menschlichen Gemüt seine Möglichkeiten aufgezeigt habe und dein Interesse gewonnen habe, dann nimmt deine menschliche Persönlichkeit seine Aufgabe wahr; denn so, wie ICH diese Idee schuf und sie in dein Gemüt legte, so befruchtete ICH diese Idee, so dassein Wunsch daraus geboren wurde – der Wunsch, alle Möglichkeiten dieser Idee in die äußere Manifestation zu bringen. So wurde der Wunsch zur wirkenden Kraft Meines Willens und Meiner Macht, so wie die menschliche Persönlichkeit das sterbliche Instrument ist, diese Kraft zu bündeln und auszurichten.

  1. Ja, alle Ideen, alle Wünsche kommen so aus Mir. Es sind Meine Ideen und Meine Wünsche, die ICH in dein Gemüt und in dein Herz lege, um sie durch dich in die äußere Manifestation zu bringen. Du hast keine eigenen Ideen und kannst demzufolge auch nur Wünsche haben, die aus Mir kommen, denn ICH BIN alles was ist. Deswegen sind alle Wünsche gut, und wenn es richtig verstanden wird, werden sie sich unfehlbar, schnell und vollständig erfüllen.

  2. Du kannst natürlich auch Meine Wünsche, Meine Impulse aus dem Inneren falsch deuten und sie für deine eigenen selbstsüchtigen Zwecke benutzen. Doch selbst wenn ICH dies zulasse, erfüllen sie doch Meine Absicht. Denn nur durch Mein Zulassen, dass du Meine Gaben missbrauchst und durch das daraus entstehende Leid – Missbrauch und Leiden sind Meine Läuterungshilfen – kann ICH dich zu dem reinen und selbstlosen Kanal heranbilden,den ICH für den vollkommenen Ausdruck Meiner Ideen wünsche.

  1. Erst entsteht die Idee im Gemüt, dann folgt der Wunsch, diese Idee in die äußere Manifestation zu bringen. Soweit die Zusammenhänge. Nun zum Prozess der Verwirklichung.

  2. Entsprechend der Bestimmtheit, mit der die Idee im Gemüt gefestigt wird und dem Ausmaß, wie die Persönlichkeit von dieser Idee besessen und von dem Wunsch angetrieben ist, geht die schöpferische Kraft in die Umsetzung. Dies geschieht durch Nötigung des sterblichen Gemüts, Gedanken zu denken, sich Bilder vorzustellen oder mit anderen Worten, mentale Formen zu bilden, in die ICH die unpersönliche, natürliche und lebendige Substanz der Idee wie in ein Vakuum einfließen lassen kann. Denn das gesprochene Wort, sei es hörbar oder unhörbar, bewusst oder unbewusst, beginnt sich unverzüglich zu materialisieren, durch Anleitung und Führung des Bewusstseins und aller Aktivitäten des Gemütes und des Körpers und allen anderen damit verbundenen Körper und Gemüter, die mit der Idee zu tun haben – denn, erinnere dich, jedes Bewusstsein, alle Gemüter, alle Körper sind aus Mir und nicht getrennt voneinander, sondern Eins und gänzlich unpersönlich. Und so werden Dinge, Umstände und Ereignisse angezogen, geleitet und geformt, damit früher oder später die ursprüngliche Idee mehr und mehr in ihre bestimmte und greifbare Manifestation findet.

  1. Und so war jedes Ding, jeder Umstand, jedes stattfindende Ereignis erst mal eine Idee im Gemüt. Sie wurde durch Wünschen, Denken und Sprechen des Wortes in die sichtbare Manifestation gebracht. Denke darüber nach und probiere es selbst aus. Dies kannst du tun, wenn du willst: nimm irgendeine Idee, die dir einfällt und bringe sie durch den oben beschriebenen Prozess zur Verwirklichung; oder indem du eine tolle Sache, die dir gelungen ist, zurückverfolgst oder ein schönes Gemälde oder eine Maschine, die du erfunden hast oder irgendetwas besonderes, das nun existiert und als Idee angefangen hatte. So verläuft der Plan und der Vorgang allen wahren Denkens und deshalb aller Schöpfung.

  2. Höre zu! Durch diese Macht der Gedanken hast du jetzt und hattest du immer die Herrschaft über alle Reiche der Erde; und – wenn du es nur erkennst – du brauchst jetzt in diesem Augenblick nur zu denken und DAS WORT ZU SPRECHEN, deine Kraft zu erkennen, und zu wissen, dass ICH, Gott, dein allwissendes, allgegenwärtiges und allmächtiges Selbst die Resultate zuwege bringen werde. Und das wartende Bewusstsein aller unsichtbaren Zellen aller Materie, auf welches du deine Aufmerksamkeit und deinen Willen richtest – weil das wartende Bewusstsein Mein Bewusstsein ist – wird unmittelbar beginnen zu gehorchen und genau das ausführen, was deinen Vorstellungen oder Plänen, die durch dein Denken vorbereitet wurden, entspricht.

  3. Denn alles wird durch das Wort erschaffen und nichts, was erschaffen wurde, wurde ohne das Wort erschaffen. Wenn du dies einmal erfassen kannst und weißt, dass das ICH BIN-Bewusstsein in dir eins ist mit dem Bewusstsein aller belebten und unbelebten Materie, und dass sein Wille eins ist mit deinem Willen, der Mein Wille ist, und dass all deine Wünsche Meine Wünsche sind, dann wirst du beginnen zu erkennen und Mich in dir fühlen und die Macht und Herrlichkeit Meiner Idee anerkennen, die sich ewiglich durch dich unpersönlich ausdrückt.

  4. Jedoch ist es zuerst unbedingt nötig, dass du lernst, WIE man denkt und zu erkennen, welche deiner Gedanken von Mir kommen und welche von anderen Quellen; wie man Gedanken bis zu ihrem Ursprung zurückverfolgt und unerwünschte Gedanken willentlich aus deinem Bewusstsein verbannt; und schließlich, wie du deine Wünsche kontrollierst und nutzbar machst, so dass sie allezeit dir dienen, anstatt dich zu versklaven.

  5. Alle Möglichkeiten hast du in dir. Denn ICH BIN dort. Meine Idee muss sich ausdrücken, und zwar durch dich. Wenn du es zulässt, wird sie sich vollkommen ausdrücken; wenn du nur dein menschliches Gemüt beruhigst und alle persönlichen Ideen, Glaubenssätze und Meinungen beiseite lässt und es fließen lässt. Alles, was du tun musst, ist: dich an Mich in deinem Inneren zu wenden und dein Denken und deine Wünsche durch Mich bestimmen zulassen. Lass Mich das durch dich ausdrücken was ICH will, indem du es akzeptierst und tust, was ICH von dir wünsche. Dann erfüllen sich deine Wünsche, dein Leben wird zu einer großen Harmonie, deine Welt zum Himmel und du selbst eins mit Meinem Selbst. Wenn du angefangen hast, dies zu erkennen und einen Schimmer der inneren Bedeutung erhaschen konntest, dann bist du bereit, die Wichtigkeit des folgenden Textes zu erfassen.

Eine Antwort auf „VI. DENKEN UND ERSCHAFFEN“

Ab.10:
„Wenn du dich also nach innen zu Mir gewendet hast, will ICH deine Augen öffnen und dich sehen lassen, dass der einzige Weg, deine Denkweise wirklich zu verändern, ist, dass du zuerst deine Einstellung gegenüber all diesen Dingen änderst, von denen du jetzt denkst, sie seien nicht so, wie sie sein sollten.“
– wenn ich also nun sehe, dass ich immer noch von Dingen, dass sie nicht so sein sollten, wie sie sind..,
bedarf es einiger geistiger Anstrengung..,also wirklicher Arbeit, um eine Änderung in mir zu erlauben.

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