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das unpersönliche Leben

VIII. MEINE IDEE

  1. Dir wurde gesagt, dass die Erde und alles was zu ihr gehört, nur die äußeren Manifestationen Meiner Idee sind, die sich nun im Prozess des vollkommenen Ausdrucks befindet. Dir wurde gezeigt, dass Meine Idee für alles Geschaffene verantwortlich ist und dass sie die Ursache und der Grund für alle Manifestationen sind, einschl. deiner selbst und deiner Brüder und Schwestern, die alle durch Mich, dem einzigen und ursprünglichen Denker und Schöpfer, in die Existenz gedacht worden sind.

  2. Wir wollen nun den Ursprung der Idee von Beginn an zurückverfolgen, durch die vielen irdischen Entwicklungsstadien, ebenso, wie durch Meinen Denkprozess die Idee in die jetzige Manifestation gelang.

  3. Wenn du das Folgende sorgfältig beachten wirst und Mir erlaubst, dir die tiefere Bedeutung von innen her klar zu machen, wird dir nicht nur die Methode gezeigt werden, wie du durch dein Denken alles, was du wählst, erschaffen kannst, sondern auch wie du in deinen jetzigen Zustand der Manifestation gelangtest.

  4. Am Anfang, nach einer unermesslichen, äonenlangen Ruhe , als ein neuer kosmischer Tag heraufdämmerte und das Weltenbewusstsein gerade erwachte und die Stille der kosmischen Nacht noch vorherrschte, erdachte ICH, der DENKER, Meine Idee. Diese Meine Idee als Manifestation Meines Selbst in einem neuen Zustand, nämlich als Erde, sah ICH als fertiges Bild im Spiegel Meines allwissenden Geistes. In diesem Spiegel sah ICH die wirkliche Erde, hell im Kosmos leuchtend – ein perfekter Himmelskörper, wo all die unermesslichen Phasen, Eigenschaften und Kräfte Meiner Göttlichen Natur ihren perfekten Ausdruck finden würden durch Meine Lichtengel und Botschafter Meines Willens, Mein fleischgewordenes Wort, genauso wie in der himmlischen Welt der Ewigkeit.

  5. ICH sah Mein Selbst im Äußeren als Natur und Mein Leben als das belebende und sich entfaltende Prinzip hinter all den Manifestationen. ICH sah Liebe, die göttliche, schöpferische Macht als die anregende und belebende Kraft hinter allem Leben, und Meinen Wunsch, dieser Meiner Liebe als das Potential und wirklichen Ursache und Grund Meiner Idee, vollkommenen Ausdruck zu geben. All dies sah ICH in Meinem allsehenden und allwissenden Geist gespie-gelt, der nur die Seele und deren Realität reflektieren konnte. Deshalb war das, was ICH in Meinem Geist sah, die wirkliche Erde, ihr Anfang und ihre Schöpfung ins kosmische Dasein.

  6. Nun, Mein Bewusstsein ist die innere Essenz allen Raumes und allen Lebens. Es ist die wirkliche Substanz Meines allumfassenden und alles beinhaltenden Geistes, dessen durchdringendes und belebendes Zentrum überall und ohne Grenzen ist. Allein in den Bereichen Meines Geistes lebe, bewege und BIN ICH. Sie enthalten und füllen alle Dinge, und jede Schwingung und Manifestation ist nur der Ausdruck von verschiedenen Entwicklungsstufen Meines Seins.

  7. Sein bedeutet, sich ausdrücken oder sich im Außen manifestieren. Man kann sich kein Dasein vorstellen ohne äußeren Ausdruck. Deshalb drücke ICH Mich als „Alles was ist“ ständig und fortlaufend aus.Was drücke ICH aus? Was könnte ICH – als Alles-Was-Ist – anderes aus- drücken als Mein Selbst?

  8. Du kannst Mich – Mein Selbst – noch nicht sehen oder erfassen, doch kannst du erkennen, wenn ICH dir eine Idee eingebe. Darum, wenn ICH Alles-Was-Ist BIN, muss auch diese Idee, die direkt von Mir kommt, Teil oder Stufe Meines Selbst im äußeren Ausdruck sein.

  9. Jede Idee, die in Meinem Geist geboren wird, wird unmittelbar zur Wirklichkeit, denn in den ewigen Reichen Meines Seins existiert keine Zeit. Beim Menschen ist es allerdings anders: erst bringt die Idee einen Wunsch hervor, den Wunsch, diese Idee auszudrücken, dann nötigt dieser Wunsch die entsprechenden Gedanken; das Denken verursacht die Tat und aus der Tat ergibt sich ein Resultat – die Idee als äußere Manifestation.

  10. In Wirklichkeit jedoch, habe ICH keinen Wunsch, denn ICH BIN alle Dinge und alle Dinge sind aus Mir. ICH brauche nur zu denken und das Wort zu sprechen und das Ergebnis ist da. Und doch ist dein Wunsch aus Mir, denn er entspringt Meiner Idee, die ICH in deinen Geist ein- gab, damit sie durch dich zum äußeren Ausdruck kommen möge. Tatsächlich ist das was du wünschst, ICH, der an der Tür deines Geistes anklopft und dir Mein Vorhaben, was durch dich in der dem Wunsch entsprechenden Form ausgedrückt werden soll, mit- teilt.

  11. Was die menschliche Persönlichkeit Wunsch nennt, ist nichts als die notwendige Aktion Meines Willens, die Meine Idee in die äußere Manifestation oder ins Dasein bringen soll. Was dir als Mein Wunsch, der zum Ausdruck gebracht werden soll, erscheint, ist nur die Notwendigkeit des Ausdrucks oder Daseins Meiner Idee Meines Selbst.

  12. Darum kommt jeder echte Wunsch, den du empfindest, jeder Herzenswunsch, aus Mir und muss notwendigerweise zu seiner Zeit in der einen oder anderen Form erfüllt werden. Da ICH jedoch keine Wünsche habe, da ICH Alles BIN und als die Idee, Mein Selbst unter neuen Bedingungen auszudrücken, geboren wurde, brauche ich nur zu denken, d.h. Meine Aufmerksamkeit auf Meine Idee und Meinen Willen zu konzentrieren oder zu fokussieren; oder, wie schon aus früheren Offenbarungen hervorgeht, das schöpferische Wort zu sprechen. Und sofort gerieten die kosmischen Kräfte Meines Seins in Bewegung durch die Konzentration Meines Willens, wodurch alle notwendigen Elemente aus dem ewigen Vorratshaus Meines Geistes angezogen wurden. Aus Meiner Idee – einem Atomkern gleich – kombinierten, formten und gestalteten sich diese Elemente zu so genannten Gedankenformen eines Planeten, angefüllt mit Meiner Lebenssubstanz, Meinem Bewusstsein und ausgestattet mit allen Möglichkeiten Meines Seins.

  13. Allerdings produzierte dieser Akt des Denkens nur eine belebte Gedankenform eines Planeten und seine Manifestation lag noch im Nebel des Gedankenreiches. Aus einer Gedankenform und seiner belebenden inneren Kraft der Idee und Meinem darauf konzen- trierten Willen, modelliert, gestaltet und verdichtet sie sich in die Materie und zu verschiedenen Lebenssubstanzen; bis dann schließlich Meine Idee als Substanz in der Welt der sichtbaren Formen erscheint, als Planet Erde, als ein zum lebendigen Ausdruck bereites Medium, und damit fähig, Mich zu beinhalten und auszudrücken.

  14. Das war die durch Mein Denken vorbereitete materielle Form, in der schon das ganze Potenzial Meines Seins innen vorhanden war durch die bildende Kraft meiner Idee. Die nächste Stufe war die Entwicklung und Vorbereitung von Kanälen oder Medien, durch die ICH die mannigfaltigen Phasen, Möglichkeiten und Kräfte Meiner Idee ausdrücken konnte.

  15. Die äußeren Erscheinungen, bekannt als Mineral-, Pflanzen- und Tierreich, entfalteten nach und nach bei deren Manifestation höhere und komplexere Bewusstseins-Stufen, wodurch es Mir immer klarer möglich wurde, die unendlichen Phasen und Variationen Meines Wesens auszudrücken. Zu diesem Zeitpunkt schaute ICH auf Meine Schöpfung, wie in Meiner anderen Offenbarung erwähnt, und sah, dass sie gut war. Aber es fehlte noch die endgültige und alles krönende Form Meines Ausdrucks.

  16. Während bis dahin einige Phasen Meines Wesens perfekt zum Ausdruck kamen, waren doch alle existierenden Kanäle und Medien sich Meiner nicht bewusst, und waren nur wie Ausdrucksmittel mit elektrischer Leitfähigkeit für Wärme, Licht und Kraft.

  17. Die Bedingungen waren jedoch gereift für eine Schöpfung oder ein Medium, wodurch Meine Göttlichen Eigenschaften bewusst Ausdruck finden konnten, nicht nur bewusst in Bezug auf Mich, sondern mit der Fähigkeit und Kraft, Meine Idee zu verwirklichen.

  18. Es war zu jenem Zeitpunkt, dass du und deine Brüder und Schwestern in die menschliche Existenz geboren wurden, in der nun bekannten Form, ähnlich anderen Ausdrucksmitteln, entsprechend Meinem konzentrierten Gedanken, durch den ICH die unendliche Vielfalt Meiner Eigenschaften im Wesentlichen tatsächlich ausdrückte. Jeder Gedanke manifestierte sich als besondere Phase Meines Seins, sich Meiner bewusst, Seinem Schöpfer und Bildner.

  19. ICH sah dich als vollkommenen Ausdruck, wie ICH dich auch jetzt sehe – das wirkliche Du, als Ausdruck Meines Selbst – vollkommen. Denn in Wirklichkeit bist du ein Engel des Lichts, einer Meiner Gedankenstrahlen, eine Eigenschaft Meines Seins, eingeboren in irdische Bedingungen, mit keinem anderen Zweck, (eigentlich ist es kein Zweck, sondern Meine Notwendigkeit) als die endgültige und vollständige Ausdrucksform Meiner Idee zu verwirklichen.

  20. In der Ewigkeit gibt es weder Raum noch Zeit, noch Besonderheit, und nur aufgrund des Gedanken-Phänomens, welches aus dem Schoß des Geistes in die Welt der Materie geboren wird, ent- steht die Illusion von Zeit, Raum und Besonderheit und entsteht das Bewusstsein im Menschen, dass es vom Denker oder Schöpfer getrennt sei. So entstand damit die erste Tendenz, dich selbst als getrennt von Mir zu denken. Doch das vollständige Bewusstsein der Trennung ergab sich erst viel später.

  21. Am Anfang, als du somit erstmals in den irdischen Lebensausdruck kamst und Meinem Impuls, den ICH durch Meinen konzentrierten Gedanken ausgesandt hatte, folgtest, umgabst und kleidetest du dich mit Meinen Eigenschaften aus Meiner Idee aus Meinem Selbst und drücktest diese auf deine Art und Weise aus; du als die belebte Kraft aus dieser Idee. Mit anderen Worten: Meine Idee Meines Selbst, die diese spezielle Eigenschaft ausdrückte, wurde zu Deinem speziellen Seelenausdruck. Jedoch bist Du nicht diese Idee oder dieser Seelenausdruck; denn erinnere dich: du bist in Wirklichkeit ein Teil von Mir, Mein Selbstausdruck mittels dieser speziellen Eigenschaft.

  22. Durch die Umkleidung deines Selbst mit Mei- ner Idee, zog diese dann durch die Erforderlichkeit des Seins unverzüglich die benötigte Gedankensubstanz an, um die spezielle Eigenschaft auszu- drücken und sie zu Meinem Bild zu formen und zu konstruieren. So wurde sie zu einem Heiligen Tempel, angefüllt mit Meiner lebendigen Gegenwart, bewohnt durch dich, der du eine meiner Göttlichen Eigenschaften darstellst.

  23. Dieser Tempel, nach Meinem Bild und Gleichnis und zusammengesetzt durch Meine Gedankensubstanz, die Meine Idee umgibt und umkleidet, ist demzufolge nichts anderes als dein wirklicher Körper. Deshalb ist er unzerstörbar, unsterblich und vollkommen. Er ist Mein vollständiger, (ein-) gebileter Gedanke, der Meine Lebensessenz enthält und auf den Zeitpunkt wartet, wann er in den äußeren Ausdruck und in die Materie gebracht werden kann.

  24. Fassen wir nun zusammen: Erstens: ICH BIN – ausgedrückt als du – eine Mei- ner Göttlichen Eigenschaften. Zweitens: Meine Idee von dir ist eine Meiner Eigenschaften im irdischen Ausdruck – oder deine Seele. Drittens: Mein (ein-) gebildeter Gedanke von dir formt den Tempel deiner Seele – oder deinen See- lenkörper, in dem du wohnst.

  25. Diese drei Punkte bilden den Göttlichen oder unpersönlichen Teil von dir, das unsterbliche Drei-in-Einem – Du: Mein latenter aber doch fertig formulierter Gedanke, nach Meinem Bild und Gleich- nis, zwar noch nicht belebt, und deswegen noch ohne Verbindung zu deiner menschlichen Persönlichkeit, die noch nicht geboren worden ist.

Eine Antwort auf „VIII. MEINE IDEE“

Abs. 18:
„..Jeder Gedanke manifestierte sich als besondere Phase Meines Seins, sich Meiner bewusst, Seinem Schöpfer und Bildner.“
– was bedeutet, dass sich die Wesen ihrer eigenen Göttlichkeit noch bewusst waren
Hm, kaum vorstellbar in unserer Kultur, aber vielleicht…

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