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das unpersönliche Leben

XII. SEELENGEFÄHRTEN

  1. Lass uns nun einige der Dinge untersuchen, die du schon durch Mich weißt, aber noch nicht erkennen kannst, dass sie von Mir sind. Vielleicht hältst du deine momentane Lebenssituation nicht für die beste, um Meine in dir pulsierende Idee ausdrücken zu können. Wenn dem so ist, warum tauschst du dann nicht diese Situation in eine andere deiner Wahl?

  2. Die einfache Tatsache, dass du dies nicht kannst oder tust beweist, dass zu dem jetzigen Zeitpunkt deine Situation bestens geeignet ist, dich zu den bestimmten Qualitäten zu erwecken, die für Meinenperfekten Ausdruck notwendig sind, und dass ICH, dein eigenes Selbst, dich nötige, in dieser Situation zu verweilen, bis du Meinen darin verborgenen Zweck, Meine Absicht und Kraft erkennen kannst, die deinen Geistesfrieden stören und dich somit in Unfrieden halten.

  3. Wenn du Meine Absicht erkennst und dich ent- scheidest, Mein Vorhaben zu dem deinen zu machen, dann und nur dann werde ICH dir die Stärke geben, diese Situation in eine bessere zu verwandeln, die ICH für dich vorbereitet habe.

  4. Vielleicht glaubst du, dass deine Ehefrau oder dein Ehemann, die/den ich dir zur Seite gestellt habe, nicht zu dir passt oder weit entfernt davon ist dich bei deiner „spirituellen“ Entwicklung zu unterstützen oder stattdessen nur ein Hindernis und ein Nachteil für dich ist. Auch magst du sogar heimlich darüber nachdenken, aus dieser Ehe auszusteigen und dir jemand anderes zu suchen, der besser zu dir passt und dein Streben und deine Suche mit dir teilt und deinem Ideal vermeintlich näher kommt.

  5. Wenn du willst, kannst du vor Meiner ursprünglichen Wahl davonlaufen, aber wisse, dass du nicht vor dir selbst weglaufen kannst; und dass du in deinem selbstsüchtigen Sehnen nach einem „spirituellen“ Gefährten nur jemand anziehen wirst, der dich zu einem zehnfach stärkeren und längeren Suchen innerhalb der Illusionen deines Gemütes zwingen wird, bevor du wieder zu dem Bewusstsein Meiner in dir tönenden Stimme erwachen kannst.

  6. Denn ein mitfühlender und verständnisvoller Partner würde nur deinen Ego-Stolz und deinen selbstsüchtigen Wunsch nach „spiritueller“ Kraft füttern und so die egoistische Seite deines Wesen fördern; während ein nicht gleich gesinnter Gefährte dich auf dich selbst zurückwirft und dich so zwingt, dich nach innen zu Mir zu wenden. Außerdem würde ein liebender, vertrauender und gefügiger Gefährte nur deine Selbstbezogenheit und deinen Eigendünkel bestärken – wenn du noch nicht in Meinem unpersönlichen Bewusstsein weilst; während ein tyrannischer, misstrauischer und nörgelnder Gefährte deine noch unzureichend entwickelte Seelendisziplin fördert und dich den Wert der Opposition und Selbstkontrolle lehrt.

  7. Wüsstest du es nur: der momentan die Rolle deines Seelengefährten spielt, ist in Wirklichkeit ein Himmelsbote. So lernst du – eine Meiner Ei genschaften Meines Göttlichen Selbst – durch Dominanz, Opposition, extreme Selbstbezogenheit und Unfreundlichkeit, die nichts als Schatteneigenschaften in dir selbst sind, welche das innere Licht Meiner Idee, das durch deine vernebelte Persönlichkeit scheint, auf die Seele deines Gefährten wirft und an seine Persönlichkeit fesselt und gleichzeitig die Schattenqualitäten seiner Persönlichkeit verstärkt und verzerrt, damit sie frech und protzig vor dir erscheinen und dich stören und belästigen. Das soll dich lehren, dass Meine Heilige Liebe nur dann durch dich ausgedrückt werden kann, wenn du deine eigene Persönlichkeit soweit geläutert hast und du von den Bedingungen befreit bist, die jetzt noch soviel Verwirrung in deinem Gemüt und Kummer in deiner Seele verursachen.

  8. Denn nicht eher, bis du diese Seele in all ihrer Göttlichen Schönheit erblicken kannst, die jetzt durch ihre Erdgebundenheit noch krank und schwach ist, wirst du das von dir gesuchte Ideal finden und erkennen. Diese leidende und gefesselte Seele, dieser Himmelsbote, dieser andere Teil von Mir und Dir Selbst, der zu dir geführt wurde und mit seinen Flügeln gegen die Käfi gstäbe ihrer Persönlichkeit schlägt und die du auch noch darin gefangen hältst, wobei sie sich danach sehnt und strebt, durch dich die unpersönliche Liebe auszudrücken, die zarte und achtsame Fürsorge für andere, die Gelassenheit des Gemütes und den Frieden des Her- zens, die ruhige und feste Bemeisterung des Selbst; und nur dadurch allein kann sie ihre Fesseln abstreifen und die Türen öffnen, um so in die Freiheit des eigenen herrlichen Seins einzutreten und für dich ihr eigenes wahres Selbst zu sein.

  9. Denn dieses Ideal existiert nicht außen in einer anderen Persönlichkeit, sondern nur innen in dei- nem Göttlichen Ebenbild, welches ICH BIN, dein höheres, unsterbliches Selbst. Und es ist nur diese Meine Idee, dein vollkommenes Selbst, welches danach strebt, sich durch deine Persönlichkeit auszudrücken und dich veranlasst, die scheinbaren Unvollkommenheiten in dem dir von Mir zugeführten Gefährten zu sehen.

  10. Die Zeit wird kommen, wenn du aufhörst, im Außen nach Liebe, Sympathie, Wertschätzung und spiritueller Hilfe zu suchen und dich ganz und gar an Mich im Inneren wendest, dass diese Unvoll- kommenheiten verschwinden werden. Dann wirst du in diesem Gefährten nur die Widerspiegelung von selbstloser Liebe, Freundlichkeit, Vertrauen, das ständige Bemühen, den anderen glücklich zu machen erfahren, was dann leuchtend und fortdauernd aus deinem eigenen Herzen erstrahlen wird.

  11. Vielleicht kannst du dies alles noch nicht so glauben und du fragst dich, ob ICH, dein eigenes Selbst, für deine jetzige Lebenssituation verant- wortlich bin, oder ob ICH dir deinen gegenwärtigen Gefährten ausgesucht habe. Falls du so fragst, ist es okay für dich, bis alles klar geworden ist. Aber erinnere dich, ICH werde viel klarer und direkter von innen her zu dir sprechen, wenn du dich nur vertrauensvoll an Mich um Hilfe wendest. Denn ICH bewahre immer Meine heiligsten Geheimnisse für jene, die sich tief an Mich wenden, im Vertrauen, dass ICH ihnen in allen Belangen helfen kann und will.

  12. Zu dir, der dies noch nicht so kann, sage ICH: wenn nicht dein eigenes Selbst dich hierhin stelte und dir diesen Gefährten brachte, warum bist du dann hier und warum hast du diesen Gefährten? Denke nach! ICH der Alles-was-ist, der Vollkommene Eine, mache keine Fehler.

  13. Ja, aber du sagst, die Persönlichkeit mache Fehler; und die Persönlichkeit suchte diesen Gefährten aus und hatte vielleicht nichts Besseres verdient. Aber wer veranlasste die Persönlichkeit, diesen besonderen Gefährten und diese Lebenssituation zu wählen? Und wer sorgte für die entsprechenden Umstände, dass du die Wahl überhaupt treffen konntest? Wer veranlasste, dass du unter allen anderen Ländern in diesem Land geboren wurdest, in dieser Stadt, in der Welt zu diesem Zeitpunkt? Wieso nicht in einer anderen Stadt oder hundert Jahre später? Tat dies alles deine Persönlichkeit?

  14. Beantworte dir diese Fragen ehrlich und zufriedenstellend selbst, und du wirst lernen, dass ICH, Gott, in dir, dein eigenes Selbst, all dies durch dich tue, und ICH mache es gut. ICH tue dies, indem ICH Meine Idee ausdrücke, die immer nach Manifestationen in äußere Formen sucht, nach Vollkommenheit durch dich, Meine lebendigen Eigenschaften, so wie es auch in der Ewigkeit im Inneren stattfindet.

  15. Andere haben dich glauben lassen, dass dein wahrer „Seelengefährte“ irgendwo auf dich wartet; höre auf, danach zu suchen, denn er existiert nicht außen in irgendeinem anderen Körper, sondern innen in deiner eigenen Seele.

  16. Das, was in dir nach Ergänzung schreit, ist nur dein Empfinden von Mir im Inneren, was sich nach Wiedererkennen und Ausdruck sehnt. Die Vereinigung muss erst nur und allein mit Mir stattfi nden, mit Mir, deinem eigenen göttlichen Ebenbild, dem spirituellen Teil von dir, deiner anderen Hälfte, bevor du vollendet ausdrücken kannst, wozu du zur Erde kamst.

  17. Dies bedeutet tatsächlich ein Mysterium für dich, der noch nicht die bewusste Vereinigung mit deinem unpersönlichen Selbst vollzogen hat. Doch zweifele nicht: wenn du dich Mir in völliger Hingabe näherst und du nur noch die Vereinigung mit Mir willst, dann werde ICH dir die Süße der himmlischen Ekstase enthüllen, die ICH schon lange für dich bereithalte.

Eine Antwort auf „XII. SEELENGEFÄHRTEN“

Abs. 5+6:
„…und dass du in deinem selbstsüchtigen Sehnen nach einem „spirituellen“ Gefährten nur jemand anziehen wirst, der dich zu einem zehnfach stärkeren und längeren Suchen innerhalb der Illusionen deines Gemütes zwingen wird, bevor du wieder zu dem Bewusstsein Meiner in dir tönenden Stimme erwachen kannst.

Denn ein mitfühlender und verständnisvoller Partner würde nur deinen Ego-Stolz und deinen selbstsüchtigen Wunsch nach „spiritueller“ Kraft füttern und so die egoistische Seite deines Wesen fördern; während ein nicht gleich gesinnter Gefährte dich auf dich selbst zurückwirft und dich so zwingt, dich nach innen zu Mir zu wenden. Außerdem würde ein liebender, vertrauender und gefügiger Gefährte nur deine Selbstbezogenheit und deinen Eigendünkel bestärken – wenn du noch nicht in Meinem unpersönlichen Bewusstsein weilst; während ein tyrannischer, misstrauischer und nörgelnder Gefährte deine noch unzureichend entwickelte Seelendisziplin fördert und dich den Wert der Opposition und Selbstkontrolle lehrt.“
— neiiiiiiiin

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