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das unpersönliche Leben

XIV. MITTEL UND MITTLER

  1. Du, mit deinem Wunsch Mir zu dienen, hast dich einer Kirche, einer Sekte, einem Geheimbund oder irgendeinem geistlichen Orden angeschlossen, mit dem Gedanken, dass Mir deine Mitarbeit dort gefallen würde und du dafür eine besondere Vergünstigung von Mir erhalten würdest; horche auf diese Meine Worte und sinne über sie nach:

  2. Wisse als erstes, dass ICH bereits mit dir zufrieden BIN, denn du tust nichts, was ICH nicht veranlasse und was nicht Meinen Zweck erfüllt – auch wenn es zeitweise so aussehen mag, als ob du entgegen Meinen Wünschen handelst und nur dein eigenes Verlangen befriedigst.

  3. Wisse auch, dass ICH alle Menschen ihre Lebenserfahrungen machen lasse, damit der Körper vorbereitet und das Herz belebt wird und das Bewusstsein sich soweit entwickelt, dass sie Mich er- fassen können und ICH somit Meine Idee durch sie ausdrücken kann.

  4. Durch diese Erfahrungen inspiriere ICH die menschlichen Gemüter durch flüchtige Einblicke in Meine Idee und habe so vielen Menschen Meine Worte eingegeben, die sie in Bücher niederschrieben und an andere weitergaben. Durch diese Worte habe ICH verursacht, dass die Herzen und das Bewusstsein derer belebt wurden, die bereit waren, diese Meine Worte zu empfangen, selbst wenn die Schreiber und Lehrer derselben kein wirkliches Verständnis Meiner Absicht hatten.

  5. Viele von denen, die ICH so durch flüchtige Einblicke in Meine Idee inspiriere, werden Lehrer und Führer, organisieren Kirchen, Gemeinden und Sekten, ziehen Suchende und Anhänger nach sich, damit ICH durch sie sprechen kann, um die Herzen und das Bewusstsein derer zu beleben, die bereit sind, Mich zu erkennen.

  6. ICH, der unpersönliche Eine im Inneren, tue all dies, und die Lehrer und Führer tun persönlich nichts, sondern dienen nur als Kanal, durch die Meine Idee in das Bewusstsein derer gelangt, die ICH ihnen zu diesem Zweck zuführe.

  7. Denn das Gemüt ist nur ein Kanal und der Ver- stand ein Instrument, welche ICH unpersönlich benutze wo und wann immer es erforderlich ist, um Meine Idee auszudrücken; erst wenn das Herz belebt ist und sich so weit geöffnet hat, um Mich zu beherbergen, kann der Mensch, mit seinem sterblichen Gemüt und Verstand, Meine Absicht bewusst erfassen, wenn ICH durch ihn Meine Idee ausdrücke.

  8. Du, in deinem Wunsch Mir zu dienen, magst in manchem Lehrer oder Führer eine Persönlichkeit gefunden haben, von der du glaubst, dass sie Mich in ihrem Herzen trage, weil ICH viele, scheinbar wundersame Worte durch sie spreche.

  9. Inmitten deiner Zweifel und Befürchtungen, Mir zu genügen und aus Angst, Mir zu missfallen, wenn du Meinen Befehlen nicht folgst, hast du dich vielleicht an solche Lehrer oder Führer gewandt, die möglicherweise von sich behaupteten, ein(e) Priester(in) des Höchsten zu sein. Du dachtest, dass sie dir Meine Botschaft, Worte oder einen Ratschlag vermitteln könnten, dass sie ein von Mir gesandter Bote, „Meister“ oder „Führer“ aus der geistigen Welt seien.

  10. Du kannst zu solchen Menschen hingehen – wenn du willst. Ach, ICH BIN es, der dir solch eine Alternative anbietet, falls du unzufrieden bist, kein Vertrauen hast und nicht auf Mich und Meine Art der Antwort und Hilfe zur rechten Zeit warten kannst und willst.

  11. Ja, ICH schicke dich sogar zu solchen Menschen und lass es zu, dass du all deinen Glauben und dein Vertrauen in solche Priester (-innen) setzt, dass dich solche „Meister“ oder „Führer“ mit all den „spirituellen“ Ratschlägen und Lehren füttern, soviel wie du vertragen kannst. Solange, bis du schlussendlich, sorgenvoll und demütig durch die Desillusionierung, die schließlich und unvermeidlich folgt, wieder einmal auf dich selbst zurück ge- worfen wirst, auf deinen Lehrer in dir, auf Mich, dein eigenes wahres Selbst.

  12. Ja, all die Täuschung, alle Disziplin, deine Begeisterung und deine Hingabe – nicht zu reden von deinem Geld und deinem Dienst, an das, was du für Mein Werk hältst – benutzen diese Menschen egoistisch zum Aufbau und zur Stärkung ihrer eigenen persönlichen Macht und des Ansehens unter ihren Anhängern. Sie füttern jeden von euch mit wohl dosierten Schmeicheleien und Versprechungen eines spirituellen Fortschritts, zusammen mit einem cleveren Trugbild und der Maske von schön klingenden spirituellen Lehren, um dich an sie zu bin den, damit du sie weiter unterstützt, sie achtest und verherrlichst, allerdings immer unter Androhung Meiner Strafe, falls du ihnen nicht bedingungslosen Glauben und Gehorsam entgegenbringst. Ja, all dies lasse ICH zu, denn dies ist, was du wünschst und suchst, und der Wunsch ist wahrhaftig der Mittler Meines Willens.

  13. Du magst sogar irgendeinem anderen Lehrer – sei es im sichtbaren oder unsichtbaren Bereich und egal wie wahr, wohlmeinend und geistig weise er ist – von dem du glaubst, dass er nicht zu der vorhin erwähnten Art gehört, deine bedingungslose Liebe, Hingabe und deinen Gehorsam schenken und glaubst vielleicht, dass du Lehren und Führung von unschätzbarem Wert erhältst.

  14. All dies ist okay, so lange du empfängst, was du suchst und zu benötigen glaubst; denn ICH beliefere dich mit all diesen Dingen, um solche Wünsche zu befriedigen. Doch wisse, dass dies alles leer und unproduktiv ist und keine echten Resultate bringt. Denn all dies Suchen und Verlangen nach geistigen Errungenschaften kommt aus der Persönlichkeit und ist deshalb egoistisch und führt letztendlich nur zu Enttäuschung, Desillusionierung und Demütigung.

  15. Doch wenn du genau hinschaust, siehst du, dass durch die Desillusionierung und Demütigung wirkliche Resultate erreichbar sind, die ICH für dich bereitete und dir die Möglichkeit bot, Hilfe von irgendeinem menschlichen Lehrer zu erhalten. Diese Desillusionierung und Demütigung ließ ICH absichtlich zu, damit du – demütig und fügsam ge- worden wie ein Kind – dann bereit bist, auf Mich zu hören und Meinem inneren Wort zu gehorchen und so in Mein Königreich Einzug halten kannst.

  16. Somit wird jede äußere Suche enden und wird dich nur zu Mir zurück bringen, erschöpft, nackt und hungrig; bereit, Meine Lehren anzuhören und sogar alles für einen Brotkrumen von Mir zu tun, den du in deiner Sturheit und Selbstgefälligkeit früher verachtetest und als nicht gut genug für deinen stolzen Geist hieltest.

  17. Nun, wenn du die Nase von den Lehren und Lehrern voll hast und du sicher bist, dass in dir die Quelle aller Weisheit liegt, werden diese Worte deinem Herzen unaussprechliche Freude bereiten. Bestätigen sie dir nicht das, was du schon immer in dir als wahr empfunden hast?

  18. Für dich, der dies noch nicht erkennen kann und noch einen Mittler braucht, biete ICH die Geschichte des Christus an, der für deine Erlösung gekreuzigt wurde. Damit mache ICH dir Meinen Wunsch deutlich, dass du danach lebst sollst, und du durch die Kreuzigung deiner Persönlichkeit die Möglichkeit hast, dein Bewusstsein zur Einheit mit Mir zu erheben.

  19. Doch zur dir, der stark genug ist, dies zu ertragen, sage ICH: du brauchst keinen Mittler zwischen dir und Mir, da wir bereits Eins sind. Wenn dir dies erstmal klar ist, kannst du direkt, unmittelbar und bewusst zu Mir, deinem Gott in dir, kommen. Und ICH werde dich empfangen, und du wirst fest bei Mir bleiben für allezeit; genauso wie Mein Sohn Jesus von Nazareth, durch den ICH BIN und Mich jetzt noch immer ausdrücke, so wie vor neunzehnhundert Jahren, und wie ICH Mich eines Tages durch dich ausdrücken werde.

  20. Zu dir, der sich wundert, wie und warum ICH solch prächtige und spirituellen Dinge durch Persönlichkeiten kundgebe, denen es nicht gelingt, nach den anscheinend aus ihnen selbst entstandenen Lehren zu leben, sage ICH: ICH benutze alle Kanäle auf unpersönliche Art und Weise, um Meine Absicht auszudrücken. Manche von ihnen habe ICH als bessere Ausdrucksmittel zubereitet als andere, die aber persönlich nichts von Mir wissen. Bei manchen habe ICH das Herz so belebt, dass sie Mich besser aufnehmen können und dabei bewusster eins mit Mir werden. Manche sind schon so eins mit Mir, dass ihr Bewusstsein nicht länger von Mir getrennt ist und ICH in ihnen leben, Mich bewegen und Mein spirituelles Wesen ausdrücken kann.

  21. Seit den frühesten Tagen Meines Ausdrucks auf Erden habe ICH Meine Priester, Meine Propheten und Meine Gesalbten vorbereitet, Meine Visionen in der Welt zu verwirklichen – Meine Idee, Mein Wort, welches schlussendlich Fleisch werden wird. Doch ob ICH durch Priester, Propheten oder Gesalbte spreche, oder durch ein kleines Kind oder durch deinen ärgsten Feind – alle Worte, die dich wesentlich berühren, sind Worte, die dein ICH BIN durch solche Mittler an dein Seelenbewusstsein richtet.

  22. Sollten sich einige Menschen versammeln, um Mein Wort durch einen Meiner Priester zu hören, so spricht der Priester nicht aus sich selbst, sondern ICH lasse die lebendigen Worte des Priesters tief in die Herzen und das Bewusstsein eines jeden Zuhörers sinken. Der Priester merkt nicht, was dich so von seinen Worten berührt und erfasst vielleicht noch nicht einmal Meine Bedeutung der zu dir gesprochenen Worte.

  23. Doch ICH in ihm rufe aus der vereinten Hingabe und den Glauben an Mich, die bewusst oder unbewusst von all den Zuhörern um ihn ausgedrückt werden, die geistige Kraft hervor, die als Kanal oder Verbindung dient, durch die ICH das Bewusstsein jener Gemüter erreichen kann, die ICH vorbereitet habe, Meine Absicht zu erfassen. Denn obgleich ICH die gleichen Worte zu allen spreche, enthalten diese Worte eine unterschiedliche und separate Botschaft für jeden einzelnen, und jeder versteht nur das, was ICH ihm damit sagen will. ICH in dir wähle die Bedeutung aus den Worten für dich, ebenso wie ICH sie für deinen Bruder und deine Schwester wähle.

  24. Wo zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind, da bin ICH immer zugegen. Die Idee dazu gab ICH ihnen ein – weil es Meine Idee ist. Aus ihrem vereinten Streben zu Mir erwähle ICH einen Mittler oder Kanal, durch den ICH das Seelenbewusstsein befähige, entsprechend seinem Verständnis, flüchtige Eindrücke von Mir zu gewinnen.

  25. CH veranlasse, dass jeder Priester, jeder Lehrer und jeder Mittler dies instinktiv weiß, denn sie sind Meine ausgewählten Diener. Ebenso erwecke ICH in ihnen den Wunsch, sich mit Anhängern zu umgeben, damit ICH in den Herzen derer, die schon bereit sind, das Bewusstsein Meiner inneren Gegenwart beleben kann. Der Priester, der Lehrer oder der Mittler haben Mich in ihrem Inneren möglicherweise nie erkannt und glauben, dass ICH Mich außer- halb ihrer selbst in manchem Meister, Führer oder Retter persönlich verkörpert habe. Nichtsdestotrotz habe ICH sie zu denen hingeführt, zu Meinen Dienern, die ICH veranlasse, ganz bestimmte Worte zu sprechen, in Verbund mit der geistigen Kraft, die von den verschiedenen Anhängern ausgeht; und ICH dadurch in der Lage BIN, ihr Seelenbewusst- sein zum wahren Verständnis Meiner Selbst, dem unpersönlichen Einen in ihrem Inneren – im innersten Kern von allem, im Herzen eines Jeden – zu erwecken.

  26. Denn das ICH BIN Meiner Diener und das ICH BIN ihrer Anhänger sind Eins, eins im Bewusstsein, eins im Verstehen, eins in der Liebe und eins im Zweck, der darin besteht, Meinen Willen zu erfüllen. Und dieses ICH BIN, welches völlig unpersönlich ist und weder Zeit, noch Raum, noch Individualität kennt, verwendet die Persönlichkeiten beider (Diener und Anhänger) und auch den Umstand des persönlichen Kontakts als ein Mittel, Meine Stimme und Idee, die ständig um äußeren Ausdruck ringen, zu verwirklichen.

  27. Die Diener, die das Vertrauen und den Glauben Meiner Anhänger benutzen, um ihre eigenen privaten Zwecke zu fördern, werde ICH dazu erwecken, dass sie Meinen Willen und Meine Idee zum richtigen Zeitpunkt erkennen. Diese Erweckung ist nicht angenehm für ihre Persönlichkeit und verursacht meist immer viel Leid und Demütigung; doch ihre Seelen sind danach hoch erfreut und singen Mir dankbar Loblieder, wenn sie es mit Meiner Hilfe überstanden haben.

  28. Darum wundere dich nicht über die manchmal wunderbaren Worte der Wahrheit, die von denen gesprochen werden, die dafür anscheinend untaug- lich sind und den Sinn der Worte nicht verstehen. Wundere dich auch nicht über die Tatsache, dass einfache Schüler oftmals schneller erwachen und wachsen als ihre Lehrer. ICH, der sowohl in den Lehrern als auch in den Schülern wohne, wähle verschiedene Bedingungen und Wege, Meine Ei- genschaften in jeder einzelnen Seele auszudrücken; wobei jede Seele zum richtigen Zeitpunkt und am rechten Ort sich einfindet, um sich gegenseitig am besten zu ergänzen und zu helfen. So vereinige ICH alle unter den gegebenen Möglichkeiten, Meine Idee auf die harmonischste Art und Weise auszudrücken.

2 Antworten auf „XIV. MITTEL UND MITTLER“

Abs 11:
„…bis du schlussendlich, sorgenvoll und demütig durch die Desillusionierung, die schließlich und unvermeidlich folgt, wieder einmal auf dich selbst zurück ge- worfen wirst, auf deinen Lehrer in dir, auf Mich, dein eigenes wahres Selbst.“

Abs. 14:
„…Doch wisse, dass dies alles leer und unproduktiv ist und keine echten Resultate bringt. Denn all dies Suchen und Verlangen nach geistigen Errungenschaften kommt aus der Persönlichkeit und ist deshalb egoistisch und führt letztendlich nur zu Enttäuschung, Desillusionierung und Demütigung.“

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